Unser heutiges Kolonat ist eines der ältesten im Dorf Haustenbeck. Es bekam die Nummer 3 und wurde im Jahre 1661 ursprünglich für Adolph Schröder errichtet. Um aber die Wahrung der herrschaftlichen Rechte des Bierverkaufes als auch die örtliche Versorgung sicher zu stellen, bekam aber, auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit, Simon Schmaske die Stätte und diese wurde daher dann auch „Hoppenplöckerstätte“ genannt.

Hoppenplöcker bedeutet Hopfenpflücker und bezeichnete früher in lippischer Mundart Leute ohne Landbesitz. Der Name stammte von ihrer hauptsächlichen Erwerbstätigkeit, dem Hopfenpflücken und dem Pfählen der Hopfenstangen. Hopfen wurde zum Bierbrauen benötigt, und an fast allen Schlössern und Burgen waren Hopfengärten angelegt. Häufig lag das Braurecht bei den Landesherren, und jeder Krug, jede Schänke im Herrschaftsbereich war verpflichtet, das herrschaftliche Bier abzunehmen. Die „Hoppenplöcker“ verdingten sich auch als Tagelöhner auf den Bauernhöfen. Die Laufzeit der kostengünstigen Nutzung des Kolonates Nr. 3 für die Familie Schmaske endete im Jahre 1781.

Die ersten Ansiedler waren nicht als fremde Leute in der Senne zusammengeweht, nein, sie kannten sich alle gut. Sie alle kamen daher, wo auch der erste Siedler Arend Wommel vorher gewohnt hatte, sodass dies neue Dorf in seinem Kern ein rechtes Kind der alten Mutter Berlebeck war. So wurde auch das lippische Platt bis zur Grenze des Paderbornischen gefestigt.

Die Namen Hostmann, später Horstmann, und Röhrmann tauchen im Kreise der Bewohner das erste Mal im Jahre 1708 auf. Es ist allerdings unbekannt, woher sie kamen. Letzter Besitzer des Kolonates Nr. 3 war Friedrich Röhrmann gewesen und ist nach Wissentrup verzogen.