Der Senioreninformationsdienst Lippe-Schlangen
Meldung vom 15. Oktober 2024,
Allgemein
Den Senioreninformationsdienst gibt es seit fünf Jahren in Schlangen. Augustdorf ist als erste Gemeinde in Lippe schon länger dabei, inzwischen sind es insgesamt zehn Kommunen. In diesem Sommer hat der Kreis Lippe mitgeteilt, dass er die Kooperationsvereinbarung mit der Gemeinde Schlangen und den anderen Gemeinden zum 31. Dezember 2024 kündigt.
Was ist der Hintergrund?
Der Senioreninformationsdienst ist eine freiwillige Leistung des Kreises. Davon haben in den letzten Jahren zehn Gemeinden in Lippe profitiert. Bekanntermaßen ist die finanzielle Situation des Kreises Lippe schwierig. Sparen ist angesagt.
Freiwillige Leistungen stehen dabei stets an vorderster Stelle.
In Schlangen, sowie in den anderen Kommunen, stehen Ehrenamtler bereit, um die Informationen an die älteren Bürgerinnen und Bürger zu bringen. Der Kries übernimmt die Koordination und schreibt die Personen vorher an und übermittelt einen Terminvorschlag. Mit der Übergabe der Informationsmappe folgt der nächste Schritt.
Ein prägendes Beispiel, Michael Zans berichtet: „Bei einem meiner ersten Besuche öffnete mir eine junge Frau die Türe – meine Oma ist gestern aus dem Krankenhaus gekommen, ich habe noch 14 Tage Urlaub, dann muss ich beruflich ins Ausland – aber meine Oma kann nicht mehr allein zu Hause bleiben, was nun?“
Das ist dann ein Fall für Frau Flake, die beim Kreis Lippe zuständig ist. Sie wurde informiert und ist am nächsten Tag umgehend nach Schlangen gefahren. Sie hat sich dann erfolgreich um eine Lösung bemüht.
In einer alternden Gesellschaft handelt es sich hier nicht um einen Einzelfall. Wie Frau Flake im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft berichtete, sind in Schlangen in den letzten Jahren 545 Besuche von den Ehrenamtlichen gemacht worden. Daraus resultierten 50 Termine, die Frau Flake zur intensiven Beratung und Unterstützung vor Ort wahrgenommen hat.
Der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft sowie der Bürgermeister haben dies ausdrücklich gewürdigt.
Einstimmig auch die Empfehlung im Ausschuss, den Senioreninformationsdienst fortzuführen. Diese Empfehlung ist in zweifacher Hinsicht von Bedeutung. Einmal als Signal an den Kreis: bitte kümmere dich darum, dass der Senioreninformationsdienst fortgeführt wird. Dann aber auch als Hinweis für die Haushaltsberatungen für die Gemeinde.
Noch gibt es keine eindeutigen Aussagen, es ist aber davon auszugehen, dass der Kreis eine finanzielle Beteiligung der zehn Kommunen einfordert. Davon ist der Ausschuss bei seiner Empfehlung ausgegangen. Wie hoch diese sein wird, ist offen. Ob der Gemeindehaushalt im nächsten Jahr in der Lage sein wird, seinen Anteil zu leisten werden die Haushaltsberatungen ergeben. Wichtig aber, hier die Empfehlung ausgesprochen zu haben, dies wird dann mit in die Planungen mit einfließen.
Quelle: Michael Zans





