Informationsabend mit der Verbraucherzentrale NRW am 24. Juni zum Schutz von Haus und Grundstück.

Die Gemeinde Schlangen lädt gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW für Mittwoch, 24. Juni 2026, zu einem Informationsabend zum Thema Starkregen ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Bürgerhaus Schlangen.

Im Mittelpunkt stehen der Schutz von privaten Wohngebäuden, Fragen zum Versicherungsschutz sowie Hinweise rund um das Thema Straßenreinigung. Anlass für den Abend sind nicht zuletzt die Extremwetterereignisse am letzten Maiwochenende. Zwischen dem 29. und 31. Mai hatten Gewitter mit Sturm und Starkregen auch in der Gemeinde Schlangen zu Schäden und Feuerwehreinsätzen geführt. Es kam unter anderem zu umgestürzten Bäumen, vollgelaufenen Kellern, überfluteten Straßen und Abschwemmung von Ackerboden von landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Starkregen kann überall auftreten
Starkregenereignisse treten häufig lokal begrenzt auf und lassen sich nur schwer exakt vorhersagen. Innerhalb kurzer Zeit können große Wassermengen fallen, die Kanalisation, Gräben und Straßeneinläufe überlasten. Besonders gefährdet sind Keller, tieferliegende Hauseingänge, Garagenzufahrten, Lichtschächte und ebenerdige Öffnungen. „Die Ereignisse Ende Mai haben deutlich gezeigt, dass Starkregen keine abstrakte Gefahr ist. Auch in Schlangen müssen wir uns darauf einstellen, dass solche Wetterlagen häufiger und intensiver auftreten können“, sagt Klimaschutzmanager Henning Schwarze. „Wichtig ist deshalb, dass Bürgerinnen und Bürger wissen, wo Risiken am eigenen Haus bestehen und welche einfachen oder baulichen Maßnahmen helfen können.“

Praktische Hinweise für den Schutz am Eigenheim
Die Verbraucherzentrale NRW informiert an diesem Abend praxisnah darüber, wie private Wohngebäude besser gegen eindringendes Wasser geschützt werden können. Dabei geht es sowohl um bauliche Maßnahmen als auch um vorbeugende Strategien im Alltag. Dazu gehören beispielsweise der Schutz von Kellerfenstern und Lichtschächten, Rückstausicherung, die Gestaltung von Grundstückszufahrten sowie der richtige Umgang mit besonders gefährdeten Gebäudeteilen. Die Teilnehmenden erhalten einen verständlichen Überblick über typische Schwachstellen am Eigenheim und über Möglichkeiten, Schäden durch Starkregen zu vermeiden oder zu verringern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Versicherungsschutz und Straßenreinigung im Fokus
Neben dem baulichen Selbstschutz wird auch das Thema Versicherungsschutz angesprochen. Denn nicht jeder Schaden durch Starkregen ist automatisch über eine klassische Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Bürgerinnen und Bürger sollten daher prüfen, ob ein ausreichender Schutz gegen Elementarschäden besteht. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends ist das Thema Straßenreinigung. Gerade bei Starkregen können Laub, Äste, Blütenreste, Erde und anderes Material dazu beitragen, dass Straßeneinläufe verstopfen und Wasser schlechter abfließen kann. Die Gemeinde wird daher auch darüber informieren, welche Bedeutung saubere Straßenrinnen und Einläufe haben und welche Regelungen zur Straßenreinigung bestehen.

Im Rahmen der Klimaanpassung gemeinsam vorsorgen
„Als Gemeinde arbeiten wir daran, unsere Infrastruktur Schritt für Schritt widerstandsfähiger gegen Extremwetter zu machen. Gleichzeitig ist Starkregenvorsorge eine Gemeinschaftsaufgabe“, betont Bürgermeister Marcus Püster. „Viele Schäden lassen sich vermeiden oder zumindest deutlich verringern, wenn öffentliche Vorsorge und privater Selbstschutz ineinandergreifen. Deshalb möchten wir informieren, sensibilisieren und konkrete Hilfestellung geben.“ Der Informationsabend richtet sich insbesondere an Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, Mieterinnen und Mieter sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die sich über Starkregenrisiken und Schutzmöglichkeiten informieren möchten.

Bildunterschrift: Aufgrund des Unwetters musste sich die Feuerwehr Schlangen – hier die Löschgruppe Kohlstädt – u.a. um Überflutungen und die Beseitigung von Schlamm im Ortskern kümmern (Foto: Gemeinde Schlangen / Henning Schwarze)

Quelle: Gemeinde Schlangen / Henning Schwarze